Reparieren statt Recyceln: Elektroschrott

Eine fachgerechte Entsorgung von Elektrogeräten ist für jeden Verbraucher laut Elektro- und Elektronikgesetz Pflicht, um enthaltene Rohstoffe wiederzuverwerten. Dazu können die kaputten Geräte beim Fachhandel zurückgegeben oder zu einem Recyclinghof gebracht werden. Die Recyclingquote ist in Deutschland allerdings laut der Verbraucherzentrale NRW viel zu gering.

Recycling: für jeden Verbraucher Pflicht

Elektrische Geräte wie das Handy oder diverse Küchengeräte müssen wenn sie kaputt oder unbrauchbar sind, fachgeregt entsorgt werden. Dies ist im Elektro- und Elektronikgesetz geregelt und gilt seit drei Jahren für jeden Verbraucher. Dafür können die Geräte beim entsprechenden Händler, bei dem das Gerät erworben wurde, zurückgegeben oder auf den Wertstoffhof gebracht werden. Die in den Geräten enthaltenen Rohstoffe können so wiederverwertet werden.

Ressourcenschonender Umgang wünschenswert

Laut der Verbraucherzentrale NRW liegt die Recyclingquote 2019 bei 65 Prozent. Dies sei laut Michelle Jahn, Mitarbeiterin der Verbraucherzentrale, auf jeden Fall verbesserungswürdig, da immer noch zu viel des Elektroschrotts in die Mülltonne wandert.

Jedoch ist Recycling nicht immer die beste Lösung. In dem rund 1,7 Millionen Tonnen schweren Elektroschrott, der in Deutschland jedes Jahr anfällt, sind wertvolle Rohstoffe wie Kupfer, Nickel oder Gold enthalten. Johanna Sydow, Referentin für Ressourcenpolitik der Umweltschutzorganisation Germanwatch, erläutert, dass durch Recycling auch viele Teile der Geräte geschreddert werden. Es werden nur die brauchbaren Teile wiederverwertet. Bestimmte Umweltverbände setzen sich dafür ein, möglichst viel von den Geräten zu retten und zu reparieren. Der Rest wird dann recycelt.

Ausführlichere Kontrolle der Geräte

Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die Geräte tatsächlich funktionsunfähig sind und keine noch nutzbaren Geräte weggeworfen werden. Bei einer Fachtagung des Bayerischen Landesamts für Umweltschutz wurde bekannt gegeben, dass 25 Prozent der weggeworfenen Geräte erst beim Einwerfen in den Wertstoffcontainer kaputt gehen. Zusätzliche 54 Prozent würden erst durch die Witterungseinflüsse, die auf die Container einwirken, kaputt gehen. In Wartenberg (NRW) sind neue Konzepte im Gespräch, die einen neuen Wertstoffhof beinhalten, bei dem noch verwendbare Geräte für wenig Geld direkt am Wertstoffhof erworben werden können.

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