Batterierecycling – Millionen Forschungsprojekt für optimales Recycling

Immer mehr Elektrofahrzeuge sind auf den Straßen im Sinne der Umwelt unterwegs. Der positive Effekt ist überdeutlich zu erkennen. Aber die Zunahme stellt die Recyclingbranche vor ganz neue Herausforderungen. Denn die Batterien und Antriebe der Fahrzeuge müssen fachgerecht recycelt werden.

Ein spannendes Forschungsprojekt soll das Recycling von Batterien und Antrieben von Elektrofahrzeugen zukünftig wesentlich optimaler gestalten. Dass auf diesem Gebiet dringender Handlungsbedarf besteht, wird auch anhand der immer weiter steigenden Anzahl von Elektrofahrzeugen auf den Straßen deutlich.

Forschungsprojekt DeMoBat

Das Forschungsprojekt DeMoBat arbeitet auf Hochtouren daran, neue und effizientere Methoden zur Demontage von Batterien und Antrieben von Elektrofahrzeugen zu entwickeln. Die Vorgänge sollen computergestützt erfolgen und damit das Recycling nachhaltig verbessern. Für die Umsetzung stehen 13 Millionen Euro in der Demontagefabrik zur Verfügung. Die Gelder wurden vom Umweltminister Franz Untersteller überreicht. Dahinter steht das Land Baden-Württemberg, das sich der Verantwortung für die Umwelt absolut bewusst ist.

Zur Umsetzung des Forschungsprojekts haben sich 13 Projektpartner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Industrie zusammengeschlossen. Ihne steht die Demontagefabrik DeMoBat zur Verfügung, um die wertvollen Rohstoffe aus den Akkus und Antrieben zu lösen und umfassend zu recyceln. Es handelt sich dabei vor allem um Kobalt, Nickel und Graphit, die bislang weitgehend mühselig manuell herausgetrennt werden. Zukünftig sollen die Prozesse computergestützt arbeiten.

Die Rückgewinnung der wertvollen Rohstoffe könnte Deutschland auch deutlich unabhängiger von entsprechenden Lieferanten aus dem Ausland machen. Gleichzeitig wird die Ökobilanz von Elektrofahrzeugen stark verbessert. Das ganze Prozedere könnte auch Auswirkungen auf die Popularität von Deutschland als Industriestandort haben und unser Land zukünftig noch attraktiver machen. Ganz in der Nähe entsprechender Industrie soll die Demontagefabrik entstehen. Gleichzeitig wird daneben ein Kompetenzzentrum gebaut, das sämtliche Prozesse und Ergebnisse streng überwacht. Aus den Daten erhofft sich das Land genauen Aufschluss darüber, ob sich eine derartige Demontagefabrik tatsächlich wirtschaftlich und auch im Sinne der Umwelt lohnt.

Bildurheber: sidelnikov / 123RF Standard-Bild

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