Coca Cola PET-Flaschen aus Meeresplastik: Marketing oder innovatives Recycling?

Coca Cola arbeitet an einem Image-Wechsel, den das Unternehmen mit einer auffälligen Farbe deutlich machen wird. Türkis wird das neue Rot. Mit dieser Farbe werden zukünftig besondere Coca Cola Flaschen gekennzeichnet.

Schon bald könnten türkisfarbene Coca Cola Flaschen in den Verkaufsregalen der Supermärkte auftauchen. Der Getränkeriese hat einen interessanten Vorstoß in Sachen Recycling vorgenommen und will diesen mit der auffälligen Farbe deutlich machen.

Türkis statt Rot

Das Spiel mit den Farben ist inzwischen nicht mehr neu bei Coca Cola. Es gibt die Flaschen mit roter, grauer, schwarzer und grüner Banderole. Jede einzelne weist auf eine Besonderheit des enthaltenen Getränkes hin. Nun soll die Farbe Türkis die Farbpalette ergänzen. Diese soll aber keine geschmackliche Bedeutung haben, wie die anderen Vertreter. Flaschen mit türkisfarbener Banderole sollen zu einem Viertel aus Meeresplastik gefertigt sein.

Eine neuartige Recyclingmethode soll dies möglich machen. Bei Coca Cola spricht man bereits vom großen Durchbruch in Sachen Recycling. Mit dieser Maßnahme soll der gigantische CO2-Abdruck des Unternehmens deutlich verkleinert werden. Ein niederländisches Start-up mit dem Namen Ioniqa Technologies hat ein Verfahren entwickelt, mit dem die Plastikabfälle aus dem Meer so aufbereitet werden können, dass neue Plastikflaschen nach dem hohen Lebensmittelstandard hergestellt werden können.

Dennoch sehen Experten das Verfahren kritisch. Da es sich um ein Verfahren chemischen Recyclings handelt, ist der Energieaufwand enorm. Dennoch gilt die Entwicklung als wichtiger Vorstoß, um das riesige Plastikabfallproblem in den Griff zu bekommen. Getränkeverpackungen sollen als Wertstoffe betrachtet und behandelt werden. In Deutschland gelingt dies dank des Pfandsystems für Ein- und Mehrwegflaschen bereits recht gut. Ein großes Ziel wurde bereits klar definiert. Bis 2023 sollen mindestens 50 Prozent der angebotenen Flaschen recyclingfähig sein. Alles arbeitet darauf hin, die Wertstoffe ihrem Kreislauf wieder zuführen zu können.

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