Die Sperrmüll App: Des einen Müll des anderen Schatz

Deutschland ist für andere Länder seid langem ein Vorbild in Sachen Mülltrennung. Diese wurde schließlich in Deutschland erfunden. Dafür tun sich andere Länder durch Einfallsreichtum auf diesem Gebiet hervor: In Kanada funktioniert Recycling per App. Herumstehender Müll wird in das Netzwerk eingetragen und kann über die Suchfunktion gefunden werden.

Früher war Müll an Straßenecken auch in Deutschland eine normale Sache. Die Müllabfuhr rückte an und nahm den Sperrmüll mit. Bis die Müllabfuhr kam, war es nicht selten, dass sich die Leute aus dem Sperrmüll von anderen Brauchbares für sich selbst heraussuchten. Des einen Müll des anderen Schatz. Heute ist das Abstellen von Müll an den Straßen verboten und Sperrmüll muss in der Regel vom Verursacher entsorgt werden. Meist werden alte Möbel auf Wertstoffhöfen entsorgt, der Weiterverkauf gehört eher zur Ausnahme.

In Kanada ist es noch üblich Sperrmüll an die Straßenecke zu stellen, jedoch ist das nicht gerade ansehnlich. Um diesem Müllproblem entgegenzuwirken, hat ein Kanadier eine App entwickelt, mit der sich weggeworfene, verwertbare Gegenstände finden lassen. Das Ganze funktioniert ganz einfach: App User geben den Standort, worum es sich handelt und in welchem Zustand es sich befindet über die App ein. So entsteht eine Art Müll-Landkarte, auf der sich gleichzeitig die gemeldeten Sachen finden lassen können. Die Suche lässt sich nach mehreren Kategorien filtern, beispielsweise Baumaterial, Holz und Möbel. Auf diese Weise bekommen viele Möbel eine zweite Chance und werden ohne großen Aufwand wiederverwertet. In Deutschland wäre diese App wohl eher nicht angebracht, da illegal entsorgter Müll weniger in einer Recycling App zu melden wäre, als der örtlichen Müllabfuhr. Recycling in Ehren, doch sollten Möbel die eine zweite Chance verdient haben doch lieber an ein Sozialkaufhaus gespendet werden. Damit ist gleichzeitig Armen Menschen und der Umwelt etwas Gutes getan.

Über die App aufmerksam geworden über eine Pressemeldung von www.pressetext.com.

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