Einweg oder Mehrweg? Das ist hier die Frage

Inzwischen ist eine wahre Kennzeichnungsflut unter den Getränkeherstellern ausgebrochen. Dabei gibt es Einweg- und Mehrwegflaschen aber auch solche, die sofort in den Müll entsorgt werden müssen. Für Verbraucher ist es hier nicht leicht, den Überblick zu behalten und sich so für eine umweltfreundliche Mehrweg-Alternative beim Kauf zu entscheiden.

Die Zahlen klingen alarmierend. In den letzten 20 Jahren hat sich der Anteil an Mineralwasserflaschen halbiert, die im Mehrweg-System angeboten werden. Lag dieser im Jahr 1991 noch bei 93 Prozent, so sind es nun in 2020 nur noch 43 Prozent. Tendenz fallend. Inzwischen gibt es immer mehr Einweg-Flaschen, die die Mehrwegverpackungen ersetzen. Doch warum ist das so und schaden Verbraucher damit nun mehr der Umwelt?

Die Frage nach dem Mehrweg

Die Antwort ist nein, denn auch Einweg-Verpackungen können Pfandflaschen sein. Das Problem liegt an der Kennzeichnung. Da diese nicht einheitlich festgesetzt wurde gibt es unterschiedliche Siegel, die hier Auskunft geben. Wer unsicher ist, der muss googeln. Ansonsten ist ein waches Auge gefragt, denn alle Flaschen tragen einen entsprechenden Hinweis. Grundsätzlich alle Flaschen im Einweg- und Mehrwegsystem sind mit Pfand ausgezeichnet. Dieses kann allerdings unterschiedlich hoch ausfallen. Bei den Mehrwegflaschen liegt der Betrag zwischen acht und 15 Cent. Bei Einwegverpackungen ist das Pfand höher und beträgt durchschnittlich 25 Cent.

Was steckt wo drin?

Verkauft ein Supermarkt oder Getränkeanbieter nur bestimmte Mehrweg-Flaschen, dann muss er auch nur diese wieder zurücknehmen. Anders sieht das bei Einwegverpackungen aus. Diese dürfen überall problemlos abgegeben werden, ohne dass dies der Betreiber verweigern könnte. Ausgenommen von der generellen Pfandregelung sind Kindernahrung und entsprechende Getränke. Hier ist meist weder eine Mehrweg- noch eine Einwegverpackung zu finden. Wer kann, der sollte auf den Kauf verzichten, denn diese Behältnisse können nur über die gelbe Tonne entsorgt werden und schaden somit der Umwelt. Alle anderen Verpackungsvarianten sind deutlich besser, allerdings eben auch nicht immer perfekt.

Bildurheber: NatIZR

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert