Heute schon an übermorgen denken

Das ist die Vision von Geschäftsführer Dr. Lucio Blandini, der mehr als 300 Mitarbeiter weltweit dem Recycling von Bauschutt verschrieben hat. Und das ist heute schon extrem wichtig, denn Rohstoffe wie Sand werden langsam knapp.

Eine Lösung ist es deshalb, ihn aus dem Abriss alter Gebäude und Straßen zurückzugewinnen und dann wiederzuverwenden. Ein einfaches Prinzip, allerdings nur unter gewissen Vorgaben. So sollte der Ort des Recyclings nicht mehr als 25 Kilometer von der Baustelle entfernt sein, damit sich das Ganze lohnt. Außerdem werden natürlich entsprechende Lagerkapazitäten und Maschinen benötigt, die den Bauschutt trennen und neu aufbereiten können. Es braucht also Platz, Geld und Mut, um in dieses Geschäftsfeld einzusteigen.

Nachhaltiges Recycling von Bauschutt so wichtig wie nie

Und das kann sich lohnen, wie die Heinrich Feess GmbH aus der Nähe von München zeigt. Hier arbeiten rund 250 Mitarbeiter täglich daran, anfallenden Bauschutt zu recyceln. Und das mit Erfolg. Eine 90 Prozent-Quote in Sachen Recycling erreicht das Unternehmen und das mit viel Mühe und genauer Planung. Hier startet die Aufgabe schon beim Abriss, denn nur wenn der geplant vonstatten geht, dann lässt sich auch viel recyceln. Dazu gibt es auf dem Gelände spezielle Maschinen, alle samt Sonderumbauten, um die Aufgabe zu erfüllen. Teilweise finanziert durch Zuschüsse und die können sich lohnen, denn das Unternehmen durfte sich sogar schon über Umweltpreise freuen. Einzig der Ruf des Materials bleibt weiter schlecht, denn viele Baufirmen wollen nicht auf den Recycling-Sand oder Kies zurückgreifen. Dabei ist der genauso gut und effizient wie neu abgebautes Baumaterial. Doch vielleicht ändert sich diese Meinung bald? In der Schweiz jedenfalls ist es längst Gang und Gäbe, recycelten Bauschutt für den Bau neuer Gebäude zu verwenden. Nachhaltiger geht es schließlich nicht. Dazu müsste in Deutschland aber noch einiges passieren, um den schweizer Standard nicht nur zu erreichen, sondern ihn vielleicht sogar zu übertreffen.

Bildurheber: akz / 123RF Standard-Bild

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