Müll vermeiden ist noch besser als recyceln

Die Deutschen gelten als Meister im Recycling und doch gibt es auch hier noch einiges zu verbessern. Bislang schreibt das Umweltministerium vor, dass 36 Prozent des gesamten Plastikmülls recycelt werden müssen, der Rest geht in die Verbrennung. Dabei ginge das noch besser, das ist bloß vielen Unternehmen zu kostspielig und kompliziert.

Mehr als 300.000 Angestellte sind tagtäglich damit beschäftigt, Abfall zu entsorgen und Mülltrennung zu betreiben. Ein großes Beschäftigungsfeld und trotzdem reichen all die Bemühungen noch nicht aus, das Soll in Sachen Recycling in Deutschland zu erfüllen. Noch immer gibt es viele Verpackungen die problematisch und trotzdem nicht aus dem Handel wegzudenken sind. So lassen sich beispielsweise PET-Flaschen zu 100 Prozent wieder verwenden, Obstverpackungen aus dem selben Material allerdings nicht. Auch die Ansprüche an Design und Verpackungsqualität machen hier dem Recycling wortwörtlich einen Strich durch die Rechnung. Eingefärbtes Plastik ist nämlich viel schwerer zu entsorgen als ungefärbtes. Und gerade hier sollte angesetzt werden, dass es gar nicht erst zu einer derart großen Menge an Plastik Umverpackungen in Supermakrtk und Co. kommt. Außerdem landet längst nicht alles in der gelben Tonne, was dort auch hinein gehört. Viele Bundesbürger tun sich schwer mit den ganzen Vorschriften und auch Unternehmen machen längst nicht alles richtig.

Mülltrennung ja, aber richtig!

Bis zum Jahr 2019 sollen nun neue Regelungen her. So muss sich der Anteil der recycelten Verpackungen auf 67 Prozent erhöhen, das fordert zumindest die Bundesregierung. Außerdem werden Hersteller aufgefordert, mehr für das Recycling zu bezahlen. Einige Gemeinden versuchen darüber hinaus Aufklärungskampagnen zu betreiben, um dem Bürger deutlicher zu machen wie er seinen Müll am besten zu trennen hat. Orangene Tonnen sollen eingeführt werden, um mehr Verpackungsmüll gezielter zu entsorgen und somit das Müllaufkommen in der Restmülltonne zu senken. Fakt ist, fast alles was in der Restmülltonne landet wird verbrannt und kaum noch einmal sortiert. Das ginge besser und effizienter. Obwohl Deutschland also zu den führenden Nationen in Sachen Mülltrennung zählt, gibt es auch hier noch einiges nachzubessern.

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