Umweltfreundliche Verpackung für Wein

Mit der „grünen Weinbox“ gibt es jetzt für Wein-Liebhaber – bzw. vor allem Winzer – eine ökologische Methode, die wenig umweltfreundlichen, klassischen Weinflaschen zu umgehen. Was die wenigsten wissen: Weinflaschen werden in der Regel nur einmal befüllt, bevor Sie eingeschmolzen werden.

Die Bag-in-Box ist nicht gerade das, was sich ein anspruchsvoller Weinkenner unter einer klassischen Wein-Verpackung vorstellt. Die Box aus Wellpappe beinhaltet einen Beutel, der drei Liter Flüssigkeit fasst. Diese Verpackung gilt als ökologisch. In jedem Fall aber ist sie dem klassischen Bocksbeutel bzw. der Ein-Liter-Flasche in Sachen Umweltverträglichkeit überlegen. Aber auch der Weingenuss werde aus dieser völlig neutralen Box optimiert, so die Macher.

Die innenliegenden Beutel sind aus einer geschmacksneutralen PE-Innenfolie und einer luftdichten PE-Außenfolie produziert. Der Rebensaft fließt auf Wunsch aus einem praktischen Zapfhahn. Wohingegen im eher konservativen Deutschland mit all seinen historischen Anbaugebieten die Bag-Box noch keine große Chance hat: im europäischen Ausland, insbesondere in Frankreich und England sei die BiB-Verpackung schon verbreitet, so die Hersteller. In Schweden sei bereits annähernd aller verfügbarer Wein auf diese Weise erhältlich. Ab sofort soll der Siegeszug der “Grünen Weinbox” nun auch im Land der Dichter und Denker Einzug halten.

Wo sich die Ästheten noch streiten: die Umweltfreundlichkeit der Grünen Weinbox gilt als erwiesen. dieser innovativen Verpackung ist bewiesen. Es war die schwedische Regierung die schon vor vier Jahren die Grüne Weinbox in einer groß angelegten Studie untersuchte und die Überlegenheit der Bag-in-Box bewies. Im Verpackungszyklus verursache die BiB knapp drei Viertel weniger Energieverbrauch. Ein über 80 Prozent verringerter Kohlendioxid-Ausstoß gegenüber herkömmlichen Verpackungs-Optionen komme hinzu. Die unter anderem schlimmsten Umweltsünden entstehen beim Weinbau im Verpackungsbereich. Das “Sustainable Europe Research Institute” bestätigt, dass zwar über 40 Prozent der Kohlendioxid-Emission bei der Weinbereitstellung durch die Produktion verursacht. Knapp 60 Prozent aber verursachten Verpackung und Transport.

Flankierende Vorteile der BiB werden den eingefleischten Bocksbeutel – oder Literflaschen-Freund nicht überzeugen. Sie seien aber dennoch erwähnt: Zunächst ist die Box bis zu 30 Prozent preiswerter als sein Vetter in Flaschen. Nach Anbruch bleibe der Rebensaft zudem über einen Monat lang frisch. Durch den praktischen Tragegriff und die Benutzerfreundlichkeit eignet sich die Box schließlich ideal für die Verwendung zu Outdoor-Aktivitäten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.