„Wäschetracking“ für eine bessere Recyclingfähigkeit von Kleidung

Nachhaltigkeit wird im täglichen Leben immer wichtiger. Deshalb ist das Recycling von besonderer Bedeutung. Vor allem die Recyclingfähigkeit von Kleidung bietet noch viel Spielraum. Um die Möglichkeiten zu verbessern, werden einige Wäschestücke nun mit einem intelligenten Etikett ausgestattet.

Eine verbesserte Kreislaufwirtschaft ist das erklärte Ziel der Recyclingbranche. Dafür müssen viele Dinge konsequent geändert werden. Einen großen Schwerpunkt bildet das Recycling von Kleidung. Hier kann zukünftig ein intelligentes Etikett entscheidende Verbesserungen bringen.

Kleidungsstücke mit intelligenten Etiketten

Um die Ökobilanz zu verbessern und endlich eine deutlich verbesserte Kreislaufwirtschaft zu erreichen, muss vor allem im Textilbereich ein konsequentes Umdenken erfolgen. Die Statistik sagt, dass pro Kopf etwa 26 Kilogramm Textilien im Jahr gekauft werden. Davon sind etwa 12 bis 15 Kilogramm Kleidungsstücke. Die Menschen tragen die Kleidung in immer kürzeren Zyklen und entsorgen sie anschließend. An eine echte Kreislaufwirtschaft ist bislang kaum zu denken. Die Zahlen zeigen sehr deutlich, dass hier ein unmittelbarer Handlungsbedarf besteht.

Forscher im Verbundprojekt DiTex für Mietwäsche arbeiten daran, die Recyclingfähigkeit zu verbessern und eine Kreislaufwäschelinie zu schaffen. Dafür setzen sie vermehrt auf PET-Flaschen zur Herstellung der Fasern für die Mietwäsche. PET-Flaschen lassen sich aufgrund ihrer Sortenreinheit besonders gut recyceln. Durch die Verwendung dieser Fasern soll die Wäsche zukünftig wieder zu Wäsche recycelt werden können. Im Rahmen des Forschungsprojektes wird aktuell eine Bettwäschelinie entworfen, außerdem eine Linie für Polo- und Businesshemden, die zukünftig als Dienstkleidung eingesetzt werden sollen. Polizei und Rettungsdienste sollen damit ausgestattet werden. Diese Wäsche soll vollkommen kreislauffähig sein.

Mit Hilfe eines speziellen Etiketts sollen die recyclingrelevanten Informationen auf den Wäschestücken vermerkt werden. Dafür erhalten sie eine digitale Tracking-ID. Mit Hilfe der gespeicherten Informationen wie Herkunft der Fasern und Materialkomposition können die Recyclingunternehmen später gezielter sortieren und verbesserte Recyclingergebnisse erzielen.

Bildurheber: belchonock / 123RF Standard-Bild

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