Lithium-Ionen-Batterien sicher recyceln: ProtectLiB startet mit neuem Verfahren durch

Lithium-Ionen-Batterien sicher recyceln: ProtectLiB startet mit neuem Verfahren durch

Das Grazer Start-up ProtectLiB, ein Spin-off der Universität Graz, hat ein neuartiges Verfahren zum Recycling von Lithium-Ionen-Batterien entwickelt. Die Gründer Tobias Kopp, Jürgen Abraham und Chris Pichler kombinieren dabei Fachwissen aus Chemie, Verfahrenstechnik, Informatik und Maschinenbau, um eine nachhaltige Lösung für das wachsende Problem des Batteriemülls zu bieten.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden, bei denen gebrauchte Batterien als Gefahrgut über weite Strecken transportiert werden müssen, ermöglicht ProtectLiB das Recycling direkt vor Ort. Die entwickelte Anlage ist kompakt – etwa so groß wie ein Container – und kann bei Batterieherstellern oder großen Sammelzentren installiert werden. Dies spart nicht nur Transportkosten, sondern reduziert auch das Risiko von Unfällen während des Transports.

Sicheres und effizientes Verfahren

Ein zentrales Merkmal des ProtectLiB-Verfahrens ist die Fähigkeit, Batterien unabhängig von ihrem Ladezustand oder Beschädigungsgrad zu verarbeiten. Durch eine patentierte Vorbehandlung im Niedrigtemperaturbereich werden die Akkus deaktiviert, wodurch Brandgefahren eliminiert werden. Anschließend erfolgt eine mechanisch-physikalische Trennung der Bestandteile, gefolgt von einer chemischen Behandlung mittels umweltfreundlicher Methoden, um wertvolle Rohstoffe wie Lithium, Kobalt und Nickel zurückzugewinnen.

Beitrag zur Kreislaufwirtschaft

ProtectLiB trägt maßgeblich zur Schließung des Materialkreislaufs für Lithium-Ionen-Batterien bei. Mit dem European Green Deal und der neuen EU-Batterierichtlinie, die ab 2026 eine Recyclingquote von mindestens 65 % des Batteriegewichts vorschreibt, gewinnt das Thema an Bedeutung. ProtectLiB positioniert sich hier als Vorreiter und bietet eine Lösung, die sowohl ökologisch als auch ökonomisch überzeugt.

Auszeichnungen und Zukunftspläne

Für ihre innovative Arbeit wurde ProtectLiB bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem PHÖNIX-Award in der Kategorie „Spin-off“ und dem Sieg in der Kategorie „Circular Economy“ beim GEWINN-Jungunternehmer-Wettbewerb. Aktuell bereitet das Unternehmen den Betrieb einer Demonstrator-Anlage vor, die Anfang 2025 bei einem Kunden im Süden von Graz in Betrieb gehen soll. Ziel ist es, die Technologie weiter zu skalieren und mittelfristig auch andere Batterietypen, etwa aus E-Bikes oder Smartphones, zu recyceln. Mit ihrem Ansatz leistet ProtectLiB einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Nutzung von Ressourcen und zur Reduzierung von Umweltauswirkungen durch Batteriemüll.

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ElephantSkin: Mehrweg-Handschuhe als Innovation zur Abfallvermeidung

ElephantSkin: Mehrweg-Handschuhe als Innovation zur Abfallvermeidung

ElephantSkin ist ein innovatives Startup aus Wien, das sich der nachhaltigen Reduktion von Einwegplastik verschrieben hat. Gegründet von Raphael Reifeltshammer und Ingomar Lang, entwickelte das Unternehmen eine wiederverwendbare Alternative zu herkömmlichen Einweghandschuhen.

Die Handschuhe bestehen aus nachhaltigen Materialien wie Bio-Baumwolle und TENCEL™ Lyocellfasern und sind mit einer antimikrobiellen Technologie behandelt, die Bakterien und Viren auf der Oberfläche effizient abbaut. Die Produkte von ElephantSkin sind waschbar, hautfreundlich und Touchscreen-kompatibel, was sie sowohl für den privaten als auch den professionellen Gebrauch attraktiv macht. Mit jeder Verwendung eines ElephantSkin-Handschuhe können bis zu 180 Einweghandschuhe eingespart werden, was einer Reduktion von etwa 2,6 kg Plastikmüll entspricht.

Wie ElephantSkin den Markt verändert

Seit dem Markteintritt hat ElephantSkin über eine Million Handschuhpaare verkauft und ist in zahlreichen Einzelhandelsketten wie Aldi, Müller und Lidl erhältlich. Das Unternehmen hat zudem bedeutende Investoren wie den Biogena-Gründer Albert Schmidbauer und den ehemaligen OMV-CEO Rainer Seele gewonnen, die das Wachstum und die internationale Expansion unterstützen. Die Vision von ElephantSkin geht über das Produkt hinaus: Das Unternehmen strebt danach, eine Kultur der Nachhaltigkeit in der gesamten Lieferkette zu fördern und setzt auf Transparenz sowie die Einhaltung strenger ökologischer und sozialer Standards.

Umweltfreundliche Hygieneprodukte in höchster Qualität

Mit ihrem Ansatz zeigt ElephantSkin, dass Hygiene und Umweltschutz Hand in Hand gehen können. Durch innovative Technologien und ein starkes Engagement für Nachhaltigkeit setzt das Startup neue Maßstäbe in der Branche und bietet eine zukunftsweisende Lösung im Kampf gegen Plastikmüll. Es bleibt abzuwarten wie lange es dauert, ehe es keine althergebrachten Handschuhe mehr auf dem Markt geben wird, weil längst jeder Händler von den vielen Vorzügen dieses Produkts überzeugt ist. Bis dahin heißt es durchhalten und die kreativen Köpfe hinter diesen Entwürfen so gut unterstützen wie es geht.

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Digitale Abfallanalyse: EEW Wasteer senkt Emissionen und verbessert Effizienz der Abfallwirtschaft

Digitale Abfallanalyse: EEW Wasteer senkt Emissionen und verbessert Effizienz der Abfallwirtschaft

In der Abfallwirtschaft werden stetig neue Wege gesucht, um diese rentabler und umweltfreundlicher zu gestalten. Mit Hilfe einer digitalen Abfallanalyse könnte dies zeitnah umgesetzt werden.

Die Abfallwirtschaft kommt längst nicht mehr ohne Digitalisierung aus. Sie sorgt dafür, dass Prozesse optimiert und umweltfreundlicher gestaltet werden können. Außerdem kann sie die Beschäftigten entlasten und neue Möglichkeiten schaffen.

Startup hilft, Emissionen zu reduzieren

Das Berliner Startup Wasteer hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Abfallwirtschaft nachhaltiger zu gestalten. Dazu setzt es auf Digitalisierung in verschiedenen Formen. Im Laufe der vergangenen Jahre ist es gelungen, neue Methoden zu entwickeln, die den laufenden Prozess der thermischen Abfallverwertung stark verbessern kann. Mit Hilfe digitaler Tools soll es gelingen, die Arbeit der Abfallwirtschaft effizienter und umweltfreundlicher umzusetzen.
Die Abfallwirtschaft hat bekanntlich das große Ziel im Sinne der Umwelt zu agieren. Dies ist aber nicht immer leicht, denn bei der thermischen Verwertung entstehen enorme CO2-Emissionen. Eine digitale Analyse der Abfälle könnte diese drastisch reduzieren. Gleichzeitig könnten mit Hilfe dieser Analyse alle Abfälle genauer und noch effizienter verwertet werden.

Kreislaufwirtschaft einfacher gestalten

Mit der Verwertung von Abfällen unterschiedlichster Art wird eine Kreislaufwirtschaft angestrebt. Nur so lassen sich Ressourcen zurückgewinnen und die Natur entlasten. Mit Hilfe der digitalen Analyse des Startups Wasteer können die Verwertungsprozesse gezielt eingeleitet werden, um das gesamte Potenzial der gigantischen Abfallberge zu nutzen.
Dafür wird eine intelligente Kamera- und Sensoriktechnologie eingesetzt. Diese Komponenten lassen sich bequem in das vorhandene System und dessen Prozesse implementieren. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz wird die Auswertung aller erfassten Daten vorgenommen. Dazu werden erfasste Datenmengen der analysierten Abfallberge mit bereits vorhandenen Werten aus der Umgebung abgeglichen und anschließend ausgewertet. So werden die Verwertungsprozesse effizienter gestaltet und das volle Potenzial aus den anfallenden Abfällen genutzt.

Klimaziele früher erreichen

Durch die digitale Abfallanalyse können alle Prozesse optimal auf die Art des Abfalls angepasst werden. Gleichzeitig gelingt es dadurch, Energie zu sparen. Würden die digitalen Tools deutschlandweit eingesetzt, könnten die CO2-Emissionen pro Jahr um etwa zwei Millionen Tonnen gesenkt werden. Damit kämen wir der Umsetzung der großen Klimaziele einen großen Schritt näher.

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Welchen Einfluss hat die Abfallwirtschaft auf den Klimawandel?

Welchen Einfluss hat die Abfallwirtschaft auf den Klimawandel?

Die Kreislaufwirtschaft spielt eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel. Durch die Minimierung von Abfällen und die Maximierung der Wiederverwendung von Ressourcen können erhebliche Mengen an Treibhausgasemissionen eingespart werden.

Offene Deponien und illegale Müll-Ablagerungen setzen große Mengen Methan frei, ein Treibhausgas, das laut Weltklimarat (IPCC) etwa 25-mal klimaschädlicher ist als Kohlendioxid. Schätzungen zufolge sind Abfalldeponien und Abwasseranlagen für rund drei Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Eine verbesserte Abfallwirtschaft könnte diese Emissionen um etwa 10 bis 15 Prozent reduzieren.

Wie lassen sich Emissionen senken?

Die Ellen MacArthur Foundation schätzt, dass 45 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen auf die Herstellung von Produkten und Nahrungsmitteln zurückzuführen sind. Durch die Anwendung von Prinzipien der Kreislaufwirtschaft in der Lebensmittelproduktion sowie in der Herstellung von Materialien wie Zement, Stahl, Plastik und Aluminium könnten die Emissionen aus diesen Prozessen bis 2050 um fast die Hälfte gesenkt werden.
Städte verbrauchen etwa 75 Prozent der globalen Ressourcen und sind daher Schlüsselakteure beim Übergang zu einer ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft. Durch die Implementierung kreislaufwirtschaftlicher Prinzipien in städtischen Planungsprozessen können Abfälle reduziert und Ressourcen effizienter genutzt werden. Dies trägt nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern fördert auch nachhaltige Stadtentwicklung und schafft neue wirtschaftliche Chancen.

Neue Arbeitsplätze dank nachhaltiger Politik

Die deutsche Entwicklungspolitik unterstützt Partnerländer dabei, den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft zu vollziehen. Dies umfasst die Förderung nachhaltiger Abfallwirtschaftssysteme, die Entwicklung von Recyclinginfrastrukturen und die Schaffung von Anreizen für die Nutzung recycelter Materialien in der Produktion. Durch diese Maßnahmen wird nicht nur der Klimaschutz gestärkt, sondern auch die lokale Wirtschaft gefördert und Arbeitsplätze geschaffen. Damit bildet die Kreislaufwirtschaft ein effektives Mittel, um den Klimawandel zu bekämpfen. Durch die Reduzierung von Abfällen, die effiziente Nutzung von Ressourcen und die Förderung nachhaltiger Produktionsmethoden können erhebliche Mengen an Treibhausgasemissionen eingespart werden. Es liegt in der Verantwortung von Regierungen, Unternehmen und Individuen, gemeinsam den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft voranzutreiben und somit einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

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Plastik selbst recyceln mit Precious Plastik

Plastik selbst recyceln mit Precious Plastik

Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Es wird viel zu viel Plastik pro Jahr hergestellt und damit die Umwelt extrem belastet. Nur mit Hilfe innovativer Lösungen und durch verantwortungsvolles Handeln kann es gelingen, die entstehenden Schäden zu reduzieren.

Nachhaltigkeit steht im Fokus einer niederländischen Bewegung. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Plastikberge zu reduzieren. Um dieses große Ziel zu erreichen, haben Wissenschaftler eine innovative Idee entwickelt, die rund um den Globus eingesetzt werden könnte.

Eigenverantwortlich recyceln und Neues schaffen

Der Grundgedanke von „Precious Plastic“ ist schnell erklärt. Es geht darum, normalen Menschen die Möglichkeit zu geben, eigenverantwortlich Plastikmüll zu recyceln. Da die Plastikmüllberge Jahr für Jahr wachsen, ist es höchste Zeit, eine innovative Lösung zu finden, die diese wieder schrumpfen lassen kann. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland geht davon aus, dass jährlich etwa 200 bis 250 Millionen Tonnen Plastik produziert werden. Davon kommen allein 11,7 Millionen Tonnen aus unserem Land. Und auch die Recyclingquote lässt noch zu wünschen übrig. Denn diese liegt hierzulande bei etwa 42 Prozent.
Dave Hakkens aus den Niederlanden hat das Problem beim Schopfe gepackt und eine Recyclingmaschine für zu Hause entwickelt. Mit dieser ist jeder in der Lage, seine Plastikabfälle selbst zu recyceln. Das Beste daran ist die Tatsache, dass dafür nur wenig Platz nötig ist.

Kleine Maschine mit großer Wirkung

„Precious Plastic“ ist eine echte Bewegung geworden. Sie verwandelt Plastikmüll mit Hilfe der Entwicklung von Dave Hakkens in neue Gebrauchsgegenstände. Die Bauanleitung für die Recyclingmaschine steht kostenlos im Internet zum Download bereit. Mit einfachen Teilen kann diese auf kleiner Fläche zusammengebaut werden.
Die „Home-Recyclingmaschine“ besteht aus mehreren Komponenten. Die erste Maschine shreddert die Plastikabfälle in kleine Schnipsel. Diese werden anschließend in der Injection Maschine erhitzt und geschmolzen. Danach wird die Masse in Formen gespritzt, aus denen später neue Gegenstände werden. Dave Hakkens fertigt unter anderem Kreisel auf diese Weise. Wer höhere Ziele verfolgt, benötigt noch eine weitere, größere Maschine, die in der Lage ist, Plastik zu erhitzen. Dann baut diese Maschine einen hohen Druck auf, um die flüssige Masse in größere Formen zu pressen. So können beispielsweise Deko-Objekte gefertigt werden.
3D-Druck aus „Precious Plastic“
Wer in eine vierte Maschine investiert, kann damit Pellets und ganze Stränge aus Kunststoff herstellen. Diese Materialien eignen sich hervorragend für den 3D-Druck. Auf diese Weise werden mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die Plastikmüllberge werden verkleinert, während gleichzeitig nützliche, neue Gegenstände und Materialien entstehen.

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