„Wäschetracking“ für eine bessere Recyclingfähigkeit von Kleidung

Nachhaltigkeit wird im täglichen Leben immer wichtiger. Deshalb ist das Recycling von besonderer Bedeutung. Vor allem die Recyclingfähigkeit von Kleidung bietet noch viel Spielraum. Um die Möglichkeiten zu verbessern, werden einige Wäschestücke nun mit einem intelligenten Etikett ausgestattet.

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Rückgewinnung Öl aus Plastik

„Cradle to Cradle“ – von der Wiege zur Wiege zurück – genau dies ist das Anliegen vieler Wissenschaftler, die sich mit der Wiederverwertung von Kunststoffen auseinandersetzen. Ein neuartiges Verfahren könnte nun der Umwelt große Entlastung bringen, denn es „verwandelt“ Kunststoffgemische in Heizöl.

Müllberge aus Plastik sind eins der größten Probleme, mit denen der Umweltschutz zu kämpfen hat. Plastik begegnet uns im Alltag nahezu überall. Obwohl einige Plastiksorten recycelbar sind, gibt es noch zu viele, die dafür nicht geeignet sind. Ein neues Verfahren könnte die Umwelt deutlich entlasten, wenn es gelingen würde, dieses in großem Stil zu nutzen.

Plastoil – vielversprechendes Verfahren zur Rückverwandlung

Dem gebürtigen Heidelberger Gerold Weser ist es gelungen, ein Verfahren zu entwickeln, mit dem Plastik in seine ursprünglichen Bestandteile zerlegt werden können. Besonders außergewöhnlich ist die These, dass während des „Plastoil-Verfahrens“ reines Heizöl gewonnen werden soll. Bei anderen Verfahren fließt meist nur Schweröl, das einen weitaus geringeren Nutzen hat als Heizöl. Sollte es möglich sein, dieses neuartige Verfahren zum Recycling von Plastik in großem Stil einzusetzen, könnte dies einen großen Schritt zum Schutze der Umwelt bedeuten. Wertvolle Ressourcen könnten geschont werden. Abfallberge würden sich drastisch reduzieren. Und die Rohstoffe zurück in den Kreislauf fließen.

Methode zum Recycling von Kunststoffgemischen

Kunststoffgemische ließen sich bislang nur sehr schwer recyceln. Denn diese mussten voneinander getrennt und einzeln wiederverwertet werden. Mit der Methode von Gerold Weser könnte ein echter Meilenstein in der Plastikverwertung genommen sein.
Nach dem Sortieren werden die ausgewählten Plastikschnipsel erhitzt und damit eingeschmolzen. Der Erhitzungsvorgang wird dann fortgesetzt, bis die Masse verdampft und ein Gasgemisch entsteht. Anschließend werden die Stoffe, die nicht weiterverwendet werden können herausgefiltert, sodass letztendlich reines Heizöl beim Kondensieren entsteht.

Ein Kilo Plastik = 1 Liter Öl

Gerold Weser kann, laut dem Tagesspiegel, mit seinem Verfahren aus einem Kilo Plastik einen Liter Öl gewinnen. Damit könnten ansehnliche Gewinne erzielt werden, wenn die Verfahrenskosten bei 27 Cent pro Liter und der Verkaufspreis bei etwa 70 Cent lägen.

Ein Problem sind bislang noch die Verunreinigungen der Plastikabfälle. Doch auch diese Hürde will Gerold Weser mit seiner Anlage nehmen. Dank neuester Infrarottechnologie und aufwendiger Reinigungsprozesse ist er davon überzeugt, dass seine Anlage diese Schwierigkeiten meistern kann. Eine erste kommerzielle Anlage ist bereits in Sachsen im Bau.

Ähnliches Projekt am Mannheimer Rheinauhafen

Viele Wissenschaftler haben sich des Problems Plastikmüll angenommen und arbeiten daran, eine wirtschaftliche Methode zur Rückverwertung zu entwickeln. Im Laufe der vergangenen Jahre sind bereits einige unterschiedliche Prozesse entstanden, von denen aber keiner wirklich wirtschaftlich funktionierte. In der Mannheimer Anlage kommt der sogenannte Syntrol-Prozess zum Einsatz. Damit sollen aus 1.000 Kilo Plastik 850 Liter Öl in DIN-Qualität gewonnen werden. Auch diese Anlage richtet sich primär an die Wiederverwertung von Kunststoffgemischen.

Beide Anlagen haben bereits das „Cradle to Cradle“-Siegel verliehen bekommen. Bleibt abzuwarten, ob die Prozesse wirklich ökonomisch vertretbar sind und letztendlich kommerziell umgesetzt werden können.

Quellen: tagesspiegel.de, handelsblatt.com

Sekundärrohstoffe schonen Ressourcen wirksam

Nicht alles was im Müll landet ist wirklich Abfall. Besonders Metall ist ein wertvoller Rohstoff, den es lohnt wiederaufzubereiten, statt neu zu fördern. Durch die Verwendung von Sekundärrohstoffen werden nicht nur Geld und Ressourcen gespart, sondern auch ein erheblicher Beitrag zum Umweltschutz geleistet, da durch Kreislaufwirtschaft immer wieder Rohstoffe zurück in den Kreislauf gebracht werden.

Durch ein Wiedergewinnung von Rohstoffen aus Müll, also Sekundärrohstoffen können wirksam Ressourcen gespart werden. Besonders Metalle können nahezu ohne Qualitätsverlust wiedergewonnen werden. Aber auch das Recyceln von Plastik und PET Flaschen erweist sich besonders effektiv. Durch diese Rückgewinnung der Materialien werden neue Rohstoffe gespart und die Umwelt geschont. Da die Rohstoffe immer knapper werden steigen deren Preise. Durch die Kreislaufwirtschaft wird diesem Effekt entgegengewirkt. Zukünftig sollen in Deutschland mehr Sekundärrohstoffe eingesetzt werden. Durch die Rohstoffrückgewinnung werden jährlich etwa 18 Mio. Tonnen CO2 eingespart.

Hier ein Paar Beispiele zur Kreislaufwirtschaft:
Die Verwendung von Altpapier zur Herstellung von Neuem liegt gegenwärtig in Deutschland bei einem Anteil von 70%.
Auch bei der Herstellung von Glas werden aktuell etwa 60% Altglas verwendet.
Das Einsparpotential durch die Nutzung von Sekundärrohstoffen ist gewaltig!

Quelle: handelsblatt.com