Plastik im Meer: Was wir dagegen tun können

Plastik im Meer: Was wir dagegen tun können

Kunststoffabfälle finden sich an den ungewöhnlichsten Orten der Welt. Vor allem die Weltmeere sind davon stark betroffen. Dies wird zu einer immer größeren Gefahr für sämtliche Meeresbewohner. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Plastik-Abfällen muss zwingend erzielt werden.
Der enorme Kunststoffverbrauch wird für die Abfallwirtschaft zu einer stetig wachsenden Herausforderung. Denn Plastik braucht viele Jahre, um sich in der Natur zu zersetzen. Durch den verantwortungslosen Umgang mit diesem Material wird es zu einer zunehmenden Belastung für die Umwelt.

Das große Leiden der Meeresbewohner

Jahr für Jahr gelangen zwischen 8,2 und 12,2 Millionen Tonnen Plastikabfälle in die Meere. Dies hat enorme Auswirkungen auf die bestehenden Ökosysteme, denn die Kunststoffe bilden eine unmittelbare Gefahr für alle Meeresbewohner und somit auch für den Menschen. Besonders erschreckend ist die Tatsache, dass Wissenschaftler im Jahr 2014 in einer Tiefe von ca. 7.000 Metern Mikroplastikpartikel entdeckt haben. Allerdings fanden sie diese in einer neuen Tiefseeflohkrebsart, genauer gesagt, im Darm derselben.
Das große Ausmaß der Verschmutzung wird auch an einem weiteren traurigen Beispiel deutlich. Im Jahr 2019 starb ein Pottwal an der Küste von Sardinien, nachdem er dort gestrandet war. Es handelte sich um eine schwangere Pottwalkuh, in deren Innerem ganze 22 Kilogramm Plastikabfälle gefunden wurden. Auch Meeresschildkröten schweben in großer Gefahr. Sie verwechseln frei treibende Weichplastikabfälle oft mit Quallen und verschlingen diese. Dadurch wird ihr Magen allmählich verstopft, sodass sie einen qualvollen Tod sterben. Gleiches gilt auch für andere Wal- und Delfinarten.

Gezielt entgegen wirken

Um dieses gigantische Problem in den Griff zu bekommen, ist ein konsequentes Umdenken notwendig. Einwegprodukte aus Kunststoff sollten aus unserem Alltag verbannt werden. Gleiches gilt für Kunststoffverpackungsmaterial, das rund 40 Prozent des Plastikabfalls ausmacht. Das große Ziel der EU, bis 2025 eine 90-prozentige Sammelquote für Einweggetränkeflaschen zu erreichen, reicht aber längst nicht aus, um gezielt entgegenzusteuern. Jeder Verbraucher muss beginnen, sein eigenes Handeln zu überdenken und bewusst die eigene Plastiknutzung zu reduzieren.
Mit Meerespatenschaften und gezielten Spenden kann viel erreicht werden. Wer außerdem darauf achtet, keine Abfälle achtlos in der Umwelt zu hinterlassen, geht bereits einen großen Schritt in die richtige Richtung. Eine konsequente Mülltrennung und die Nutzung von Mehrweg-Verpackungen sind ebenfalls ein wichtiger Beitrag zur Entlastung der Umwelt.

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