Reparieren, statt wegwerfen: Elektroschrott verringern

Elektroschrott ist eine echte Gefahr für die Umwelt. In ihm sind gefährliche Stoffe enthalten, die bei nicht fachgerechter Entsorgung schwere Schäden anrichten können. Wer seine Geräte lieber mal repariert, anstatt sie direkt zu entsorgen, geht einen wichtigen Schritt, um die Umwelt zu entlasten.

Reparatur statt Neukauf – so einfach könnte es sein, Elektronikschrott deutlich zu reduzieren. Wie gefährlich dieser für die Umwelt ist, weiß noch längst nicht jeder. Trotz Wegwerfgesellschaft einfach auch einmal ein Gerät zu reparieren.

Schadstoffe in Elektronikschrott

In jedem elektronischen Gerät sind diverse Stoffe enthalten, die der Umwelt großen Schaden zufügen, wenn sie nicht fachgerecht entsorgt werden. So befinden sich beispielsweise Quecksilber und Blei in den verschiedenen Fernsehgeräten. Und auch längst nicht alle Kunststoffe lassen sich einfach wieder recyceln.

Aufwendiges Recycling

Egal, um welches Elektrogerät es sich handelt – es ist sehr aufwendig, die Geräte zu recyceln. Sie müssen in ihre Einzelteile zerlegt und anschließend nach Materialien getrennt werden. Nicht alle Materialien können wiederverwendet werden. Doch zumindest ein großer Teil gelangt zurück in den Wertstoffkreislauf. Allerdings ist das Recycling, wie es hierzulande eigentlich üblich ist, längst nicht auf der ganzen Welt selbstverständlich. Selbst die weit entwickelten Wirtschaftsmächte exportieren ihren Elektroschrott in die so genannten Dritte-Welt-Länder, wo sie diese kostengünstig „entsorgen“. Durch diese Tatsache fügen wir der Umwelt großen Schaden zu.

Einfache Maßnahmen mit großer Wirkung

Die Menge des Elektronikmülls könnte schon durch einen bewussteren Umgang mit elektronischen Geräten deutlich reduziert werden. Wird die Nutzungsdauer verlängert, beispielsweise durch die Reparatur einfacher Defekte, verringern sich die Müllberge drastisch. Werden elektronische Geräte nicht mehr benötigt, sollten diese entweder verkauft oder abgegeben werden, bzw. fachgerecht entsorgt werden.

So einfach könnte es sein, die Umwelt stark zu entlasten.

Maßnahmen gegen das Müllproblem auf Festivals

Sommerzeit ist Festivalzeit. Leider sind die Veranstalter nach dem Abwandern der Musikfans mit unglaublichen Müllbergen konfrontiert. Auch ignorieren die Besucher gerne aufgestellte Müllinseln oder die bei Ankunft ausgehändigten Müllbeutel. Das Festivalgelände gleicht stellenweise einer Müllkippe. Neben den konventionellen Müllinseln halten neue Ideen Einzug auf musikalischen Großveranstaltungen. Die Veranstalter appellieren an das ökologische Bewusstsein der Jugend – mit zunehmendem Erfolg.

Große wie kleine Festivals erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und stetig wachsendem Zulauf. Rock am Ring, Wacken, Splash oder Southside sind Jugendlichen und Junggebliebenen ein Begriff. Auch wenn sich die Veranstaltungen musikalisch unterscheiden kämpfen alle doch gegen ein gemeinsames Problem. Berge an Müll.

Bei einer Größenordnung von 60.000 Besuchern ist mit bis zu 400 Tonnen Müll zu rechnen. Meist ein wilder Mix aus Einwegprodukten wie Bechern, Verpackungen, Flaschen, zurückgelassenen Zelten, Stühlen oder ganzen Pavillons. An sich kaum zu trennen. Um diesem Müllproblem entgegenzuwirken, werden Festivalbetreiber immer kreativer.

Solche Maßnahmen gegen ausufernde Abfallmassen honoriert der Green’n’Clean-Award. Dieser richtet sich ausschließlich an Festivals. Die Auszeichnung erhält eine Veranstaltung nur, wenn strenge Auflagen des Nachhaltigkeits-Checks erfüllt werden. Dazu gehören beispielsweise die Nutzung von erneuerbaren Energien, Anreisemöglichkeit über öffentliche Verkehrsmittel und eben auch organisiertes, erfolgreiches Abfallmanagement. Alle werden zur Mülltrennung angehalten: Gäste, Musiker, Ordner und natürlich die Gastronomen. Auch große deutsche Festivals wie das Wacken Open Air, Taubertal -Festival, Rocco Del Schlacko, Pfingst-Open-Air, MELT! Festival oder Das Fest haben sich die Auszeichnung bereits verdient.

Neben den Maßnahmen, die in der Verantwortung der Festivalbetreibers stehen, sind Programme, die die Gäste aktiv einbeziehen im Kommen. Eine Idee ist hier das „Grüner-Wohnen“ -Konzept. In einer abgesteckten Zone verpflichten sich die Camper ihren Müll getrennt zu beseitigen und das Gelände unbelastet zu verlassen. Selbst saubere Luft soll garantiert werden – Benzin-Aggregate zur Stromerzeugung sind nicht erlaubt.

Eine bereits seit Jahren Festivalbesuchern geläufige Maßnahme ist das „Müllpfand“. Beim Kauf eines Festival-Tickets oder betreten des Zeltplatzes entrichtet jeder Besucher einen Betrag und erhält dafür einen Müllsack und eine Pfandmarke. Bei Abreise wird der Obolus, der sich meist um die fünf Euro bewegt wieder zurückgezahlt soweit der Müll im Müllsack abgegeben wird. Leider muss immer wieder festgestellt werden, dass so mancher aus schierer Bequemlichkeit auf sein Pfand verzichtet. Die Maßnahme verpufft daher nicht selten.

Man darf darauf hoffen, dass sich noch mehr Festivals um den Green’n’Clean-Award bemühen. Neben der Vermeidung der Müllberge wird so auch weiter an das ökologische Gewissen der Besucher appelliert.

Quelle: „Grüner feiern: Umweltschutz auf Festivals“ auf www.yaez.de