Phosphat Rückgewinnung aus Abwasser erfolgreich

Phosphor ist in Form von Phosphat ein Bestandteil des menschlichen Körpers. Dieser Mineralstoff gelangt über die Nahrung, insbesondere über den Konsum von Milchprodukten, ins Blut und wird auch wieder ausgeschieden. Genau da fangen die Probleme an, denn das Phosphor gelangt in den Wasserkreislauf und löst da ein hohes Wachstum von Algen aus.

Deshalb sind Kläranlagenbetreiber bemüht, das Phosphor aus dem Wasser zu lösen. Zum Einsatz kommen häufig biologische Verfahren. Dadurch reagiert der Stoff mit bestimmten zugefügten Substanzen und kristallisiert. Das führte in der Vergangenheit häufig zu Verstopfungen in den Leitungsrohren und zu hohen Kosten für die regelmäßige Instandsetzung der Kläranlagen. Jetzt gibt es neue Wege, das Phosphor auf schonende Weise aus dem Wasser zu entfernen. Unternehmenseigene Entwickler der Berliner Wasserbetriebe haben deshalb spezielle Stellen eingeführt, an denen die Kristallisation kontrolliert stattfinden kann. Das „Kristall“ besteht aus Magnesium, Phosphat-MAP und Ammonium. Das Verfahren wurde bereits im Jahr 2004 entwickelt und sorgt jetzt dafür, dass zum einen eine große Menge an Phosphor ausgelöst werden kann und sich zum anderen dadurch die Schlammentwässerung effizienter gestalten lässt.

Phosphor als natürliches Düngemittel

Der Vorteil des Phosphors ist der, dass es sich hierbei um einen natürlichen Stoff handelt, der nicht im menschlichen Organismus vorkommt, sondern auch ausgeschieden als Dünger nutzbar ist. Das ausgelöste Kristall muss also nicht weggeworfen werden, es lässt sich für die Landwirtschaft noch sinnvoll einsetzen. Deshalb haben Kläranlagenbetreiber in Berlin aus der Not längst eine Tugend gemacht und vertreiben den eigenes produzierten Dünger unter dem Namen „Berliner Pflanze“ als hochwertiger mineralbasierender Langzeitdünger. Ein Projekt mit Zukunft und eine nutzerfreundliche Form des Recyclings, zumal Phosphor in seiner natürlichen Form nur begrenzt in der Natur vorhanden ist und deshalb eine Rückführung doppelt sinnvoll ist.

Noch mehr dazu unter www.bwb.de

Ersatzbrennstoffe aus Abfall

Die Verwertbarkeit von Abfällen ist vielfältig. Neben klassischen Produkten aus der Wiederverwertung, wie Papier oder recyceltem Kunststoff, lassen sich Sekundärrohstoffe herstellen, welche wieder zurück in den Rohstoffkreislauf zugeführt werden. Zu diesen Sekundärrohstoffen zählen auch auch Ersatzbrennstoffe, die sich dazu eignen fossile Brennstoffe wie Braunkohle zu ersetzen. Das Unternehmen FFK hat sich darauf spezialisiert aus Müll Ersatzbrennstoffe herzustellen und versorgt damit große Unternehmen.

Das Geschäft mit den Sekundärrohstoffen verzeichnet immer mehr Erfolge im deutschen Wirtschaftssystem. Der schöne Nebeneffekt, dass Müll sinnvoll genutzt wird und dadurch Rohstoffe gespart werden bleibt auch erhalten. Dies dürfte auch ein Grund für den Erfolg des Unternehmens FFK sein, das aus Abfall Sekundärrohstoffe, darunter auch Ersatzbrennstoffe herstellt.

Diese Ersatzbrennstoffe, kurz EBS, dienen als alternativer Brennstoff für große Firmen, wie Betonhersteller und Heizkraftwerke. Je nach Heizwert eignen sie sich dazu fossile Brennstoffe zu Teilen oder komplett zu ersetzten. In einem Jahr produziert das Unternehmen genügend EBS, dass die Verbrennung von ca. 350.000 Tonnen Braunkohle ersetzt werden kann. Folglich müssen weniger Rohstoffe gefördert werden, Müll wird sinnvoll wiederverwertet und das Klima wird geschont.

Quelle: www.ffk.de

Sekundärrohstoffe schonen Ressourcen wirksam

Nicht alles was im Müll landet ist wirklich Abfall. Besonders Metall ist ein wertvoller Rohstoff, den es lohnt wiederaufzubereiten, statt neu zu fördern. Durch die Verwendung von Sekundärrohstoffen werden nicht nur Geld und Ressourcen gespart, sondern auch ein erheblicher Beitrag zum Umweltschutz geleistet, da durch Kreislaufwirtschaft immer wieder Rohstoffe zurück in den Kreislauf gebracht werden.

Durch ein Wiedergewinnung von Rohstoffen aus Müll, also Sekundärrohstoffen können wirksam Ressourcen gespart werden. Besonders Metalle können nahezu ohne Qualitätsverlust wiedergewonnen werden. Aber auch das Recyceln von Plastik und PET Flaschen erweist sich besonders effektiv. Durch diese Rückgewinnung der Materialien werden neue Rohstoffe gespart und die Umwelt geschont. Da die Rohstoffe immer knapper werden steigen deren Preise. Durch die Kreislaufwirtschaft wird diesem Effekt entgegengewirkt. Zukünftig sollen in Deutschland mehr Sekundärrohstoffe eingesetzt werden. Durch die Rohstoffrückgewinnung werden jährlich etwa 18 Mio. Tonnen CO2 eingespart.

Hier ein Paar Beispiele zur Kreislaufwirtschaft:
Die Verwendung von Altpapier zur Herstellung von Neuem liegt gegenwärtig in Deutschland bei einem Anteil von 70%.
Auch bei der Herstellung von Glas werden aktuell etwa 60% Altglas verwendet.
Das Einsparpotential durch die Nutzung von Sekundärrohstoffen ist gewaltig!

Quelle: handelsblatt.com

Im Müll stecken Rohstoffe

Bevor der Müll zu Müll wurde, war er ein Produkt aus Rohstoffen, die gewonnen und hergestellt wurden. Auch nach der Benutzung stecken diese Rohstoffe im Produkt, wenn auch in veränderter Form. Diese Rohstoffe können zurückgewonnen werden, so können Ressourcen geschont werden.

Jede Art von Müll wurde unter Aufwand von Energie und der Verwendung von Rohstoffen zu einem Produkt hergestellt, das durch Gebrauch zu einem Abfallprodukt wurde. Dieser Müll wird von der Müllabfuhr abtransportiert und zu Mülldeponien und Müllverbrennungsanlagen geschafft. Kunststoffe und Papier werden teilweise recycelt, der Rest Vernichtet und zu Energie, die ins Stromnetz eingespeist wird. Doch der Anteil der Recycelt werden könnte ist viel größer, denn in jedem Abfallprodukt stecken Rohstoffe die zurückgewonnen werden könnten. Die Rückgewinnung von Sekundärrohstoffen aus Abfall wäre ein bedeutender Schritt in die richtige Richtung. Weg von der Wegwerfgesellschaft, die immer neue Rohstoffe fördert, diese benutzt und wegwirft. Ein Kreislauf aus dem Müll unbegrenzt wiederverwertet würde nicht nur Geld sparen, sondern auch Mensch und Umwelt gut tun.

Quelle: moesta.de