Eine andere Art des Recyclings: Mode aus Plastikmüll

Aus acht PET-Flaschen wird 1 Kilo Garn. Aus dem wiederum entsteht schicke Mode und die lässt sich nun auch ohne schlechtes Gewissen kaufen, zum Beispiel in speziellen Boutiquen in Berlin oder über das Internet. Da geht aber noch viel mehr Ökobewusstsein auf dem Kleidermarkt.

Bei fairer ökologischer Kleidung kommt es nicht nur auf das verwendete Material an, sondern auch auf die Herstellungsprozesse als solches. Auch hier lässt sich zum Schutze der Umwelt einiges tun. So verbraucht die Herstellung von einem Kilo Wolle, selbst in Bioqualität, so viel Wasser wie in 200 Badewannen hinein passen. Außerdem kommt eine ebenso große Menge Chemie mit dazu, nämlich ebenfalls ein Kilo. Die wird gebraucht, um die Kleidung zu glätten, sie haltbar zu machen, sie zu färben und zu veredeln. Ein ganz schöner Aufwand den die Kleidungsindustrie hier betreibt und das für zum Teil überaus günstige Mode. Für ein neues ökologisch produziertes Shirt müssen Kunden künftig ebenfalls gar nicht mal tief in die Tasche greifen, denn die gibt es bereits für zwölf Euro. Beim Herstellungsprozess allerdings wird auf einen geringen Wasserverbrauch geachtet. Trotzdem kann sich das Ergebnis sehen lassen.

Nachhaltig, aber schick

Als Material kommt überwiegend Müll zum Einsatz, mitunter werden aber auch Ökofasern aus Flachs, Hanf oder Seetang verwendet. Mitten in Berlin Kreuzberg gibt es zum Beispiel so ein Geschäft, in dem ausschließlich ökologisch produzierte Kleidung angeboten wird. Und die Auswahl reicht vom Strumpf bis hin zur Jacke. Die dort angebotenen Produkte bestehen zu 40 Prozent aus recyceltem Polyester und zu 60 Prozent aus Bio-Baumwolle. Die Mischung macht die Kleidung angenehm zu tragen auf der Haut und ist gleichzeitig sehr robust, denn schließlich möchte man ja lange etwas haben von seinen neuen Lieblingsstücken. Neben örtlichen Geschäften gibt es natürlich auch im Internet inzwischen ein breites Sortiment an recycelter Kleidung und Accessoires wie Mützen, Taschen und Schuhen. Wichtig ist, auf die Ökosiegel zu achten und sich vorab genau über die Herkunft der Produkte zu informieren. So lässt sich nicht nur für das gute Gewissen einkaufen, sondern auch nachhaltig der Umwelt etwas Gutes tun.

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Ein Gedanke zu „Eine andere Art des Recyclings: Mode aus Plastikmüll

  • 27. Juli 2018 um 01:42
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    Diese Art des Recyclings ist so hilfreich, dass wir auch durch das Recycling von Abfällen Geld verdienen können.

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